Vortrag im Rahmen der Reihe BETWEEN CARE AND (PRO)CREATION am 8.1.2024 an der Akademie der Bildenden Künste München

In Zusammenarbeit zwischen Philosophie und Kunstgeschichte wird es im kommenden Wintersemester einen gemeinsamen Semesterschwerpunkt zu Mutterschaft und Fürsorge geben, in dem zwei Fragen diskutiert werden sollen. Erstens: Wie lassen sich die Ambivalenzen und Widersprüche in (Für-)Sorgebeziehungen im Allgemeinen und Mutterschaft im Besonderen beschreiben und was bedeuten diese Ambivalenzen für das Verständnis von Mutterschaft und Praktiken der Sorge und Fürsorge? Zweitens: Welche Rolle spielt Mutterschaft in der (zeitgenössischen) Kunst? Wie lässt sich das Verhältnis von „Procreation“, also Reproduktion, und „Creation“ im Sinn von künstlerischem Schaffen begreifen und inwiefern sollte dieses Verhältnis das Verständnis von künstlerischem Arbeiten informieren?

Am 08. Januar 2025 stellt Christina Wessely, Professorin für Kulturgeschichte an der Leuphana Universität Lüneburg, ihren autofiktiven Roman „Liebesmühe“ vor, in dem sie sich mit dem weitgehend tabuisierten Thema der postpartalen Depression auseinandersetzt. In ihrem Vortrag wird sie zunächst einige Ausschnitte aus ihrem Roman lesen und im Anschluss auf das Schreiben und die Form des autofiktionalen Essays reflektieren. Inwiefern kann diese Form Wissen über Elternschaft, Care und Mutterliebe zum Ausdruck bringen, das ansonsten verloren gehen könnte?

 

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Partikulare Poetiken der Autofiktion 23./24.1.2024 im Literaturforum im Brecht-Haus/Berlin